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Dehnungsstreifen Pubertät

Dehnungsstreifen Pubertät: Wenn Risse die Haut verunstalten

Zahlreiche junge Frauen, wie Männer erinnern sich zwar kaum noch an ihre Stimmungsschwankungen in der Pubertät, aber dennoch tragen einige von dieser Zeit noch sichtbare Narben an ihrem Körper. So leiden viele später noch an ihren Akne-Narben, während andere mit Dehnungsstreifen zu kämpfen haben.

Während der Pubertät verändert sich der menschliche Körper bekanntlich. So sprießen zum einen die Körperhaare und beim weiblichen Geschlecht wächst der Busen und die Hüften runden sich. Bei den Jungs hingegen ist es oftmals der Wachstumsschub der gleich in alle Richtungen den Körper männlicher wirken lässt.

Während der Pubertät sehen viele junge Menschen diese Veränderungen kaum. Erst einige Jahre später bemerken viele dann die Dehnungsstreifen, die zum damaligen Zeitpunkt entstanden sind.

Warum kommt es bei manchen Mädchen zu Dehnungsstreifen in der Pubertät?

Durch die Hormonausschüttung tritt die Pubertät in Kraft. Beim weiblichen Geschlecht sind circa 20 verschiedene Östrogene, die nicht nur das Gefühlsleben auf den Kopf stellen, sondern auch den Körper verändern. Zwischen dem achten und neunten Lebensjahr beginnt bereits die Pubertät. Während dieser Entwicklungsphase zeigen sich bei jungen Mädchen zahlreiche Veränderungen am und im Körper.

Was passiert während der Pubertät im weiblichen Körper?

Während der Pubertät stellen die Eierstöcke verstärkt Östrogen her und schütten diese auch im weiblichen Körper aus. Damit beginnt die Pubertätszeit bei Mädchen. So fangen jetzt die Brüste an sich weiter zu entwickeln. Die Milchdrüsen wachsen und auch die Brustwarzen, wie die Brustwarzenvorhöfe entwickeln sich jetzt stetig weiter. So kommt es ebenfalls zu einer Pigmentierung der Brustwarzen.

Allgemein beeinflussen die Östrogene im Grunde die gesamte Körperentwicklung der Mädchen. Das heißt, es kommt ebenso zu einer Veränderung der Körperformen. Die Hüften werden breiter und die Figur nimmt immer weiblichere Formen an.

Demnach sprießt zwischen dem 8. und 13. Lebensjahr die Schambehaarung und gleichzeitig kommt es zum ersten pubertären Wachstumsschub. In einem Alter zwischen 9 und 13 Jahren beginnen außerdem Gebärmutter und Scheide zu wachsen. Die Brustentwicklung hingegen beginnt zwischen dem 9. und 16. Lebensjahr. In einem Alter zwischen 12 und 17 Jahren ist diese dann voll entwickelt. Die erste Monatsblutung trifft dagegen Mädchen im  Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Ab dem 14. Lebensjahr haben dann viele Mädels mit Akne zu kämpfen.

Wo kommt es bei den Mädchen während der Pubertät zu Dehnungsstreifen?

Während und nach der Pubertät haben viele Mädchen besonders an den Hüften, Brüsten, wie Beinen mit Dehnungsstreifen zu kämpfen. Grund dafür ist meist das schnelle Wachstum dieser speziellen Körperstellen. So runden sich die Hüften, die Brüste werden größer und auch die Oberschenkel breiter und häufig reißt jetzt das Bindegewebe. Häufig nimmt der Appetit der jungen Mädchen schlagartig während der Pubertät durch die Hormonschübe zu. Die angehenden Frauen essen mehr als nötig wäre.

Zum Brustwachstum kommt es jetzt, da in der Brust mehr Fettgewebe gebildet wird und die Milchdrüsen sich entwickeln. Durch Wasser-, wie Fetteinlagerungen nehmen hingegen die Beine, wie die Hüften an Umfang zu. Entwickeln sich diese rundlichen, weiblichen Formen zu schnell, führt dies zu unschönen Dehnungsstreifen auf der Haut.

Was geschieht während der Pubertät beim männlichen Geschlecht und warum bilden sich bei Jungs manchmal Dehnungsstreifen?

Während die Pubertät bei Mädchen dafür sorgt, dass vermehrt Östrogene im Körper gebildet und ausgeschüttet werden, kommt es beim männlichen Geschlecht zu einer Bildung und Ausschüttung von Testosteron. So kommt es bei den Jungs zum Wachstum der Geschlechtsorgane. Penis und Hoden entwickeln sich weiter.

Die anabole Wirkung des männlichen Hormons ist es auch die ausschlaggebend für das Muskelwachstum ist und wodurch dann Dehnungstreifen in der Pubertät entstehen können. Im männlichen Körper kommt es jetzt zu größeren Wassereinlagerungen. Außerdem steigt die Proteinsynthese und es kommt zu einer Bildung vermehrter Muskeln.

Neigt sich die Pubertät bei den Jungs dem Ende hören diese auch in der Länge auf zu wachsen. Das heißt, die endgültige Körpergröße ist erreicht. Vor allem an den Schultern, sowie an den Hüften und an den Beinen haben junge Männer demnach häufig mit Dehnungsstreifen zu kämpfen. Dies geschieht vor allem dann, wenn Jungs in der Pubertät oder zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr bereits Kraftsport betreiben.

Durch die anabole Wirkungskraft des Testosterons sind die jungen Männer während der Pubertät schneller in der Lage Muskeln aufzubauen. Muskelaufbau in Kombination mit dem Körperlängenwachstum führt dann häufig zu einem Nährstoffmangel. Dies wiederum erhöht das Risiko, dass Dehnungsstreifen entstehen.

Wie lassen sich Dehnungsstreifen während der Pubertät vermeiden?

An der Pubertät lässt sich nichts ändern. Dies gilt natürlich auch für das Wachstum der verschiedenen Körperteile. Meist haben Mädchen mit einem normalen Körpergewicht aber seltener mit Dehnungsstreifen zu kämpfen. Auch Sport in jungen Jahren kann helfen, dass diese gar nicht erst entstehen, denn Bewegung hält das Bindegewebe elastisch. Dieses kann sich demnach besser auf die körperlichen Veränderungen einstellen.

Jungs müssen außerdem weniger befürchten, dass sie während der Pubertät Risse in der Haut davontragen. Dies gilt allerdings nur für Normalgewichtige, denn häufig kommt es vor, dass sich ansonsten Dehnungsstreifen am Bauch bilden.

Ein regelmäßiges Eincremen nach dem Baden oder Duschen mit feuchtigkeitshaltigen Cremes, Lotions, wie Öle hilft vor allem bei Mädchen Dehnungsstreifen zu verhindern. Jungs hingegen sollten auf eine zinkhaltige Ernährung achten und demnach ausreichen Rohkost, wie Fisch zu sich nehmen.

Lassen sich Dehnungsstreifen nach der Pubertät entfernen?

Gänzlich entfernen, lassen sich Dehnungsstreifen nach der Pubertät leider meist nicht. Allerdings ist es möglich mit Trockenbürstenmassagen oder einem sogenannten Derma Roller die Risse in der Haut abzuschwächen. Vor allem der Derma Roller kann hier Einiges bewirken, denn dieses „Gerät“ regt die Kollagenproduktion an, so dass sich das Bindegewebe wieder schließen kann. Eine regelmäßige Anwendung über viele Wochen ist hier allerdings nötig.

Fazit: Einige Mädchen und Jungen haben nach der Pubertät mit sichtbaren Spuren zu kämpfen. Oftmals verblassen die Dehnungsstreifen aber so stark, dass diese kaum mehr zu sehen sind. Viele Frauen im mittleren Alter leiden dennoch stark an diesen Hautrissen. Vor allem Dehnungsstreifen an den Brüsten stören viele junge Frauen. Demnach kann es hilfreich sein den Versuch der Vorbeugung schon in jungen Jahren in Angriff zu nehmen. Junge Mädchen sollten also regelmäßig ihre Haut pflegen und mit Sport das Bindegewebe elastisch halten, während Jungs auf eine zinkhaltige Kost achten sollten.

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