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Micro-Needling: Hautbild mit Dermarollern verbessern

Micro-Needling bezeichnet die Behandlung der Haut mit sehr feinen Nadeln, die minimale Verletzungen hervorrufen. Der Körper reagiert auf diese Verletzungen mit der Neubildung von Kollagen – die Erscheinung der Dehnungsstreifen verbessert sich.

Micro-Needling: Hautbild mit Dermarollern verbessern
Micro-Needling ist effektiv, kostengünstig und kann alleine mit Dermarollern durchgeführt werden.

Bei Dermarollern handelt es sich um Handgeräte, an deren Ende sich eine Art Rolle bzw. Walze befindet, die mit feinen Nadeln besetzt ist. Diese Nadeln weisen – je nach Verwendungszweck (Gesicht, Hüfte etc.) – eine Länge von 0,5 bis 2,00 Millimetern auf. Der Durchmesser der Nadeln beträgt in den meisten Fällen 0,2 Millimeter.

Wenn man nun mit dem Dermaroller über die betroffenen Hautpartien fährt, kommt es zu minimalen Einstichen. Hierbei handelt es sich um minimalste Verletzungen, weshalb der Organismus an diesen Stellen die Produktion von Kollagen ankurbelt – so wie es bei Verletzungen der Haut üblich ist.

Durch die Neubildung des Kollagens verbessert sich daraufhin das Erscheinungsbild der Haut bzw. der Dehnungsstreifen. Die Ergebnisse sind im Normalfall nach wenigen Wochen bis Monaten sichtbar.

So verwendet man einen Dermaroller

Beim Micro-Needling wird ein Dermaroller verwendet, dessen Anwendung in fünf kleine Schritte unterteilt werden kann:

  1. Vorbereitung
    Zunächst einmal sollte man sich Einmalhandschuhe überstreifen und den Dermaroller mit Desinfektionsmittel reinigen. So geht man sicher, dass die entstehenden Einstichstellen nicht mit Bakterien und anderen Keimen in Berührung kommen.
  2. Betäubungscreme auftragen
    Wenn die Behandlung zu sehr schmerzt, kann man vorher eine Betäubungscreme auf die entsprechenden Hautpartien auftragen, die die Schmerzen lindert. Überreste der Creme sollten vor der Behandlung jedoch weggewischt werden.
  3. Behandlung durchführen
    Nun kommt endlich der Dermaroller zum Einsatz: Er wird in jede Richtung zwei- bis dreimal verwendet, wobei die Behandlung horizontal, vertikal, diagonal links und diagonal rechts erfolgen sollte. Insgesamt fährt man also acht- bis zwölfmal über die Dehnungsstreifen hinüber.
  4. Desinfektion
    Wurde die Behandlung erfolgreich beendet, sollten sowohl die Hautpartie als auch der Dermaroller erneut desinfiziert werden.
  5. Creme auftragen
    Nach der Behandlung sollte entweder eine spezielle Creme gegen Dehnungsstreifen oder zumindest eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen werden. So beruhigt man die Haut und fördert die Entfernung der Dehnungsstreifen noch einmal zusätzlich.

Welche Vorteile bietet Micro-Needling?

Zunächst einmal ist das Micro-Needling per Dermaroller deutlich günstiger als eine Laserbehandlung, wenn auch die Ergebnisse der beiden Behandlungsmöglichkeiten nicht vergleichbar sind.

Des Weiteren muss man für die Nadelbehandlung keinen speziellen Arzt aufsuchen. Man kann sich den Dermaroller ganz einfach bestellen und die Behandlung in den eigenen vier Wänden im Alleingang durchführen.

Sitzungen beim Experten sind natürlich ebenfalls möglich, allerdings muss man dann insgesamt mit einigen hundert Euro an Kosten rechnen.

Worauf sollte man beim Micro-Needling achten?

Es gibt einige Faktoren, die man beim Micro-Needling unbedingt beachten sollte:

  • Der Dermaroller sollte nur von einer Person verwendet werden.
  • Während der Behandlung sollte man nicht zu viel Druck ausüben.
  • Die Hautpflege ist beim Micro-Needling besonders wichtig, da die Haut durch die Verletzungen extrem strapaziert wird.
  • Man sollte sich grundsätzlich an die Bedienungsanleitung halten, die dem jeweiligen Dermaroller beiliegt.
  • Zu Beginn der Behandlung sollte man das Micro-Needling nur alle zwei bis drei Tage durchführen.
  • Micro-Needling kann auch bei Akne, Narben, Falten und Pigmentstörungen eingesetzt werden.
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