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Dehnungsstreifen vorbeugen: Richtige Prävention

Eine komplette Entfernung von Dehnungsstreifen ist aktuell zwar noch nicht möglich, jedoch haben wir einige Tipps für Sie, mit denen Sie der Entstehung von Dehnungsstreifen vorbeugen können, bevor diese überhaupt erst auftreten.

Der wohl beste Tipp zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen ist die Vermeidung eines zu großen Volumenzuwachses innerhalb von kurzer Zeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Volumen aus Fettgewebe oder aus Muskelmasse besteht.

Während man bei einer Schwangerschaft nichts gegen den Volumenzuwachs unternehmen kann, gibt es zwei Szenarien, in denen man sehr wohl aktiv werden kann:

  • Massiven Fettaufbau verhindern
    Viele Menschen haben gelegentlich Phasen, in denen sie – aus welchen Gründen auch immer – mehr Nahrung als sonst zu sich nehmen. Ist dies der Fall, sollte früh genug die Notbremse gezogen werden, bevor es zur Entstehung von Dehnungsstreifen kommt.
  • Massiven Muskelaufbau verhindern
    Zugegeben: Niemand beschwert sich über einen zu großen Muskelzuwachs – eher das Gegenteil ist der Fall. Wer allerdings mit Wachstumshormonen nachhilft oder sehr unsauber aufbaut (mit viel Fettgewebe, aber wenig Muskelmasse), der kann innerhalb kürzester Zeit so massiv werden, dass das Bindegewebe reißt. Wer Muskeln aufbauen möchte, sollte deshalb zum einen auf illegale Hilfsmittel verzichten, und zum anderen darauf achten, so „sauber“ wie möglich aufzubauen – also ohne einen zu großen Fettanteil.

Wechselduschen verbessern die Elastizität der Haut

Wechselduschen machen nicht nur wach, sondern verbessern auch die Elastizität der Haut und deren Durchblutung. Eine elastische und gut durchblutete Haut neigt seltener zu Geweberissen.

Auch wenn es schwerfällt: Heiße Duschen sollten in Zukunft Wechselduschen weichen, wenn Sie Dehnungsstreifen vorbeugen möchten. Und das funktioniert so: Sie beginnen mit einer kalten Dusche und ändern die Temperatur nach kurzer Zeit in die entgegengesetzte Richtung. Das wird einfach drei- bis fünfmal wiederholt – am besten direkt nach dem Aufstehen.

Auf diese Weise verbessert sich nicht nur die Qualität Ihrer Haut – Sie sind morgens außerdem deutlich wacher!

Dehnungsstreifen vorbeugen mit Cremes und Ölen

Auf dem Markt existieren zahlreiche Cremes und Öle, die die Haut geschmeidiger und elastischer machen sollen und sie gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgen. Im Normalfall müssen sowohl Cremes als auch Öle täglich in die entsprechenden Hautpartien einmassiert werden.

Wenn Sie sich für eine Creme oder ein Öl entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass es viel Vitamin E enthält und besonders hochwertig ist. Am besten halten Sie nach sogenannten „Schwangerschaftscremes“ oder „Schwangerschaftsölen“ Ausschau. Viele Hersteller loben ihre Produkte zwar in den Himmel, letztendlich handelt es sich bei vielen Lotionen jedoch lediglich um teure Feuchtigkeitscremes.

Tipp: Verwenden Sie die Creme oder das Öl direkt nach der Wechseldusche, da die Haut dann am empfänglichsten für die enthaltenen Wirkstoffe ist.

Während der Schwangerschaft: Zupfmassagen durchführen

Schwangeren Frauen wird zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen (bzw. in diesem Fall: Schwangerschaftsstreifen) grundsätzlich zu sogenannten Zupfmassagen geraten.

  • Bei einer Zupfmassage wird der Bauch im ersten Schritt mit einem hochwertigen Öl eingerieben, das im Idealfall größere Mengen an Vitamin E enthält. Hierbei bieten sich beispielsweise Mandelöl, Sesamöl oder Kokosöl an. Das Öl zieht nach und nach in die Haut ein und beginnt dann zu wirken. Auf Cremes sollte man bei Zupfmassagen verzichten, da diese zu schnell einziehen.
  • Der Clou bei einer Zupfmassage ist jedoch erst das Zupfen, das die Durchblutung verbessert und dem Öl hilft, besser in das Hautgewebe einzudringen. Dabei werden die einzelnen Hautröllchen mit zwei Fingern (Daumen und Zeigefinger) gegriffen und gezupft. Das tut im ersten Moment zwar ein bisschen weh, hilft aber ungemein weiter. Natürlich sollte man es bei der Intensität nicht übertreiben.
  • Bitte beachten Sie: Damit Zupfmassagen ihre volle Wirkung entfalten können, sollten sie mindestens einmal am Tag – im Idealfall mehrfach täglich – angewendet werden. Je früher man damit anfängt, desto höher sind die späteren Erfolgsaussichten. Einige Experten empfehlen sogar, Zupfmassagen bereits vor der Schwangerschaft durchzuführen, um die Haut auf die anstrengenden Monate vorzubereiten.
  • Wer keine Lust auf Zupfmassagen hat, der kann alternativ zu einem Luffa-Schwamm oder einer Massagebürste greifen und den Bauch auf diese Weise massieren.

Frauen: Unbedingt einen Sport-BH tragen!

Sportlich aktive Frauen sollten bei der Ausübung ihres Hobbys unbedingt einen Sport-BH tragen, wenn sie Dehnungsstreifen vorbeugen möchten. Das gilt insbesondere für solche Frauen mit mittelgroßen bis großen Brüsten.

Beispielsweise beim Joggen kommt die weibliche Brust nämlich ganz schön in Bewegung, wenn ihr kein Einhalt geboten wird. Da es sich bei den Brüsten ohnehin bereits um ein anfälliges Bindegewebe handelt, ist es nicht verwunderlich, dass es beim Sport ohne einen speziellen BH zu Hautrissen kommen kann.

Sportliche Aktivität und viel Bewegung

Ein regelmäßiges Sportprogramm stärkt das Bindegewebe und sorgt somit dafür, dass Dehnungsstreifen aktiv vorgebeugt werden. Eine straffe, sportliche und gut durchblutete Haut neigt schließlich seltener zu Hautrissen. Hierbei empfehlen wir vor allem Ausdauersportarten wie beispielsweise Schwimmen. Insbesondere Schwimmen hat den großen Vorteil, dass die Haut und das Bindegewebe kaum belastet werden (siehe Sport-BH).

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung

Ein Körper kann nur so aussehen, wie die Nahrung es zulässt, die ihm verabreicht wird. Wer sich lediglich von Fast-Food, Industriezucker und gesättigten Fettsäuren ernährt, der sollte sich nicht wundern, dass die Haut entsprechend aussieht und mit der Zeit schlaff und rissig wird.

Wer sich hingegen vollwertig ernährt (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, genügend Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren usw.), sorgt dafür, dass der Organismus aus den Vollen schöpfen kann. Die Haut sieht deutlicher gesünder aus und neigt seltener zur Entstehung von Dehnungsstreifen.

Speziell in Bezug auf Dehnungsstreifen empfehlen Experten vor allem solche Nahrungsmittel, die ein hohes Maß an Vitamin E enthalten.

Genügend Flüssigkeit zuführen

Die Qualität der Haut steht und fällt mit dem Wasserhaushalt des Körpers. Sie sollten deshalb dafür sorgen, dass Sie immer gut hydriert sind. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Sie täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser zu sich nehmen.

Dehydrierende Getränke – wie beispielsweise Kaffee und Alkohol – sollten dabei vermieden werden, da sie den Organismus zu sehr austrocknen.

Fazit: Dehnungsstreifen vorbeugen

Wie Sie sehen können, gibt es zahlreiche Methoden, um die Haut im Kampf gegen Dehnungsstreifen zu stärken. Bitte bedenken Sie jedoch, dass es keine Garantie dafür gibt, dass Sie tatsächlich von Dehnungsstreifen verschont bleiben – selbst dann nicht, wenn Sie alle hier genannten Tipps beherzigen und umsetzen.

Dehnungsstreifen vorbeugen macht nichtsdestotrotz Sinn – man möchte es schließlich so gut es geht versucht haben.

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